Die Linien des Pommernschafs

Im Vordergrund der Erhaltungszucht seit 1982 stand die verwandtschaftliche Abgrenzung der Zuchttiere. Seit dieser Zeit erfolgt die Anpaarung nach einem Linienrotationsverfahren. Als Linienbegründer wurden die 7 rassetypischten Böcke ausgewählt, die nachweislich nicht miteinander verwandt waren. Mutterschafe und Jungschafe sind jeweils mit einem Bock der nächsten Linie verpaart worden. Die Nachkommen erhielten grundsätzlich die Linie des Bockes. In der Ahnenfolge erschien anfangs die gleiche Linie frühestens in der 4. Generation wieder. Ohne den Inzucht koeffizienten soweit zu erhöhen, dass man von Verwandtschaftszucht spricht, empfahl Brockmann (1987) in ihrer Arbeit eine Anpaarungsplanung, wo dieselben Linien bereits in der 3. Generation wieder zum Einsatz kommen können. Damit wurde eine verbesserte Bereitstellung adäquater Böcke und eine größere Übersichtlichkeit für die Züchter gewährleistet. (Zitat, Dr. Grumbach, Heft "20 Jahre Erhaltungszucht")

Nachträglich wurde ein weiterer Bock ausfindig gemacht, der die Linie 8 begründete. Dieser wurde allerdings, wegen unzureichender Nachzucht, wieder aus dem Programm genommen. Ebenso erging es der Linie 2, die allerdings im Betrieb Westphal und vereinzelt im Westen überdauerte.

Die Anzahl der Böcke aus den einzelnen Linien ist heute keineswegs ausgeglichen. Nach Jahren der erfolgreichen Anwendung, muss das Rotationsverfahren nicht mehr so streng befolgt werden, was zur Folge hat, sich mehr auf die echte Qualität des Einzeltieres verlassen zu können. Ohne die gesamte Population exakt durchgezählt zu haben, kann gesagt werden, dass die Linien 7 und 5 am häufigsten vertreten sind. Dann folgen 3,1, 4 und 6. Linie 2 ist abgeschlagen, möglicherweise aber wieder im Aufwind befindlich.



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